FUTURZWEI.Stiftung Zukunftsfähigkeit

Wie kann Demokratie überleben ohne Wachstum? Seit 30 Jahren haben wir in Deutschland uns angewöhnt, das ausbleibende Wachstum durch die Anhäufung von Schulden auszugleichen. Die Folgen sind spürbar: Die Kommunen reden vom Sparen - sie dampfen laufende Projekte ein, mahnen Kürzungen von Mitteln und Personal an und ziehen sich aus der Förderung kultureller und sozialer Arbeit heraus. Vielen Initiativen ist dadurch die Existenzgrundlage genommen.

Wachstum und Leistung sind endlich. Irgendwann ist ausgewachsen, irgendwann ist das Limit des Leistungspegels erreicht. Welche Ziele bürgen für mehr Nachhaltigkeit? Welche sind zukunftsfähig? Zukunftsfähigkeit im Sinne ethischen verantwortbaren Handelns bedarf dreier Entscheidungen:

1. ökologische Nachhaltigkeit - denn auch die Generationen nach uns wollen noch etwas vom Planeten haben;

2. Sozialverträglichkeit - denn im Zeitalter globalisierter Anteilnahme am Schicksal der Mitmenschen macht es keinen zufrieden, wenn die einen haben und die anderen darben; 

3. ökonomisches Wirtschaften - denn ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen und der sinnvolle Umgang mit Strukturen erleichtert vielen Menschen auf lange Sicht das Über- und Zusammenleben 

Die Stiftung FUTURZWEI.Stiftung Zukunftsfähigkeit setzt auf ein partnerschaftliches Miteinander anstelle von Ellenbogenprinzipien. Sie investiert daher in kleine Initiativen mit großen Visionen. Denn an den Stellen, an denen Menschen selbst aktiv werden, anstatt auf staatliche Zuwendung zu warten, kommt etwas in Bewegung, geschieht ein Bewusstseinswandel: Dass Demokratie möglich ist und dass sie durch Bürger entsteht, die - anstatt zu jammern - etwas tun.

SchuleKreativ wie auch UmweltKreativ sind Teil der Stiftung FUTURZWEI.Stiftung ZukunftsfähigkeitUnd auch Sie können ohne viel Aufwand Teil dieser Initiative werden: Indem Sie Geldgeber werden, indem Sie Ideen, Profession oder Zeit einbringen oder indem Sie sich anstecken lassen von den Ergebnissen der Projekte von SchuleKreativ, die als Senfkörnchen von dieser Idee des Miteinander-Leben-Gestaltens erzählen. 

Personen im Hintergrund

FUTURZWEI.Stiftung Zukunftsfähigkeit ist eine Kulturstiftung des Darmstädter Ehepaars Dieter und Hanna Paulmann und wurde in Zusammenarbeit mit Prof. Harald Welzer 2011 ins Leben gerufen. Eine ihrer Aufgaben ist die Förderung von Projekten im Rahmen von SchuleKreativ. Als die Initiative 2010 wegen der Kürzung von städtischen Fördermitteln handlungsunfähig zu werden drohte, entschied sich das Ehepaar Paulmann dazu, SchuleKreativ eine Anschubfinanzierung für fünf Jahre zu garantieren. Beide verstehen diese finanzielle Unterstützung als Anstoß, der dabei helfen soll, weitere Unterstützer ins Boot zu holen, um eine breitgefächerte und nachhaltige Förderung von kind- und jugendgemäßer Kreativität zu ermöglichen.

Dieter Paulmann trat 1970 in die Geschäftsführung der Deutsche Industrie Service ein und wird im Laufe der Zeit geschäftsführender Alleingesellschafter, 1997 ging er mit dem Unternehmen an die Börse und wurde Vorstandsvorsitzender der DIS AG. In diesem Bereich stieß er neue Beschäftigungsmodelle an und engagierte sich für die Gleichstellung von Zeitarbeit: Er gründete wesentliche Intitiativen, die die Zeitarbeit weiterentwickelten. Im Jahre 2002 wechselte er in den Aufsichtsrat als dessen Vorsitzender, 2006 verkauften er und seine Familie ihr Aktienpaket der DIS AG.

Neben seinem Unternehmen und dem Wohlergehen seiner Mitarbeiter lag ihm das Meer und insbesondere deren Bewohner, die Wale, schon immer am Herzen. Sein Engagement wird durch die Okeanos-Stiftung für das Meer (www.okeanos-foundation.org) sichtbar. Wie eng der Zusammenhang zwischen einem intakten Meer und einer guten Welt für die  Menschen ist, etwa beim Thema Klimawandel, das versucht er durch beispielhafte Projekte einer breiten Öffentlichkeit deutlich zu machen. Derzeit ist er an verschiedenen Dokumentarfilmen und den Projekten der ebenfalls von ihm gegründeten Stiftung „Pacific Voyagers“ (www.pacificvoyagers.org) maßgeblich beteiligt.

Wie nötig aus seiner Sicht eine breiter aufgestellte Veränderung der Gesellschaft ist, machte er bereits durch die Gründung von „Denkwerk Zukunft - Stiftung kultureller Erneuerung“ (2005) mit Prof. Dr. Miegel klar. In dieser Stiftung wird auf einer Metaebene das Thema Neu-Gestaltung des freiheitlich-demokratisch regierten Gemeinwesensangegangen bearbeitet. 

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