Deus, Axel

Deus, Axel

  • Fotografie
  • Medien
  • Objektkunst
  • Illustration

Frankensteiner Straße 19
64297 Darmstadt
Tel.: 06151 9674941
Email an Axel Deus senden
Web: http://www.axeldeus.de

Projektvorschläge: 1

Axel Deus

Person:

Jeder Tag beeinflusst meine Kunst: Die vielen Kleinen Dinge des Alltages inspirieren gleichermaßen wie die großen, außergewöhnlichen Momente. Hintergrund dabei ist, was man im fernen Osten „Achtsamkeit“ nennt. Und natürlich der Drang, das Erfahrene in eine reflektierte Darstellungsform zu bringen.

Verschiedenheit zu einen, wäre sicher als meine Besonderheit zu nennen. Wer mit  „Vielheit“ konfrontiert ist, verzettelt sich leicht. Trotzdem einen Focus zu finden oder auf den Punkt zu kommen, gleichzeitig aber auch viele Aspekte bzw. Medien zu verwenden, ist mein Stilmittel.

Arbeit und Stil:

Mein Motto: Die Dinge haben stets viele Wahrheiten, die wie Schatten in alle Himmelsrichtungen projiziert werden.

Verschiedene Arbeitsphasen prägten unterschiedliche Stile:

In den 90ern war die Verbindung von Fotografie mit anderen klassischen Genres wie Plastik oder Malerei mein Stilmittel, z.B. Projekt „Totems“ (siehe: http://www.axeldeus.de/kunst_1/index.htm ). 

Mit den neuen Medien erweiterte sich mein Spektrum der Mittel: „Inner Circle“ beschäftigt sich mit der Auseinandersetzung von digital und analog (http://www.axeldeus.de/3_galerie/31_innercircle/index.html ),

„Panotrait“ vereinigt unterschiedliche Medien rein digital (http://www.axeldeus.de/3_galerie/32_panoabout/index.html ).

Als Künstler kann man z.B. versuchen, allein durch Farben etwas darzustellen. Soweit das Sehen. Was aber, wenn man gleichzeitig hört? Das kann ich nicht ausklammern. Und was ist mit den anderen Sinnen? Was, wenn ich eine Szene beobachte und sie fotografiere, aber feststelle, das allein war es nicht?

Da muss also mehr sein. Es treibt der Forscherdrang, hinter den Vorhang zu blicken. Es drängt der Künstler, das so Erfahrene zu zeigen. Beispiel: In der Serie „Visiting Artists“ werden viele Fragen aufgeworfen, die alle beantwortet werden wollen. In einem einzigen Foto. Also beschäftige ich mich mit dem direkten Umfeld der gezeigten Person, indem mehrere Stilleben zu einem Panoramafoto vereinigt werden. Dann frage ich mich, wer ist diese Person eigentlich? Was macht sie? Und warum? Und wie? Dafür stehen eine Anzahl von Möglichkeiten zur Verfügung: Ein Interview liefert originale Soundtracks sowohl zur inhaltlichen Darstellung wie auch zur Atmosphäre (Stimmlage, Sprechweise), eine Anzahl von Portraitfotos werden im Panorama integriert, 3-D-Animationen von interessanten Objekten (wie sieht das Werk von hinten aus?), Skizzen als zoombare Detailansichten usw.

Beispiele: http://www.axeldeus.de/3_galerie/33_artists/index.html

Konzept:

Kunst bietet die Möglichkeit, die wichtigen Fragen zu beantworten, ohne die Grenzen von Wissenschaft oder Konventionen einhalten zu müssen. Da Kunst im Wesentlichen die Materialisierung des Imaginären ist, also versucht, die Antworten (das Imaginäre) sichtbar zu machen (die Materialisierung), bietet sie die Reibungsfläche, die man benötigt, um das Verborgene heraus zu arbeiten. 

Oder anders ausgedrückt: die Kunst hat die Eigenschaft, die Vielschichtigkeit von Erkenntnissen und Wahrnehmungen zeigen zu können, indem sie erlaubt, alles zu nutzen, was zur Verfügung steht: Verstand, Emotion, Intuition mittels mehrerer Medien.

Kunst und Schule:

Kreativität kommt im Tun – Begreifen hat sehr viel mit der Hand zu tun, da sie etwas be-greift. Wer etwas tut, also mit eigenen Händen macht, begreift auch, was dahinter steht. Das Geheimnis eines Dinges oder Themas offenbart sich nur, wenn man selbst physisch etwas geschaffen hat. Gerade Jugendliche haben den starken Drang, zu lernen oder die Welt zu verstehen. Was kann unmittelbarer die Entdeckungen  unterstützen als die künstlerische Darstellung der eigenen Wahrnehmung?

Vor den technischen Aspekten der Umsetzung steht vor allem das Thema: was will der Künstler sagen? Je nach Anspruch der Lehrkraft steht hier ein großes Potenzial für die inhaltliche Bearbeitung einer Unterrichtseinheit zur Verfügung. Stehen hier soziale Themen zur Diskussion? Soll ein literarisches Thema angegangen werden, die moderne bildliche Umsetzung eines Klassikers zum Beispiel?

Wo immer ein Interesse besteht, ein Unterrichtsthema einmal anders zu bearbeiten, mittels eines Panotraits kann man Inhalte vielschichtig visualisieren. Hier wäre eine Kombination von regulärem Unterricht mit meinem künstlerischem Workshop möglich und willkommen.


Projektvorschläge

Panotrait / Panoramafoto

Die Arbeit ist eher für Jugendliche (Oberstufe) geeignet, da sehr komplexe mentale wie technische Aspekte erforderlich sind. Für einen Workshop stelle ich mir eine konkrete Arbeitssequenz (ca. 5 Doppelstunden) für ein interaktives Panoramafoto vor. Hierbei können sämtliche spezifischen Interessen der SchülerInnen einbezogen werden. Alle gemeinsam würden also ein Thema entwickeln und in der Umsetzung je nach Neigung und Interesse einen spezifischen Part des Gesamtwerkes ausarbeiten (Sound, Foto, Interview, Composing, Programmierung usw.). Als besonderen Effekt verspreche ich mir, dass der/die Einzelne Erfahrungen durch Synergie-Effekte macht (Was hast du dir dabei gedacht? Wie hast du das gemacht?). Insgesamt wird es einen kollekiven Aha-Effekt geben, nach dem Motto: so habe ich das Thema X vorher eigentlich nicht gesehen. Folgendermaßen könnte eine Projektarbeit aussehen: 1. Doppelstunde: Ein Plan entsteht. Im gegenseitigen Kennenlernen wird im Team ein Thema für das Panoramafoto herausgearbeitet. Im zweiten Teil der Stunde werden die theoretischen Grundlagen der kommenden Arbeiten vermittelt.
Für den Fall, dass von Lehrerseite her Interesse besteht, ein vorgegebenes Thema zu erarbeiten, wäre eventuell eine 2. Doppelstunde nötig, um die Möglichkeiten und Machbarkeit der Realisierung zu erörtern. Diese redaktionelle Arbeit ist dringend nötig. Ein Drehbuch wird erstellt, nach dem in den folgenden Stunden der Plan realisiert wird. 2. Doppelstunde: Fotografiestunde. Das Panoramafoto wird aufgenommen. Weitere Fotos für die Interaktivität und mögliche Sounds werden ebenfalls aufgenommen. 
Möglicherweise sind auch hier 2 Doppelstunden nötig, falls Interesse besteht, mit einer anderen Gruppe zusammen zu arbeiten, wenn z.B. eine Theateraufführung o.ä. dokumentiert werden soll. Hierfür sind etliche Vorarbeiten nötig (Aufbauten, Organisieren von Aufstellungen, Drehbuchabstimmung usw.). 3. Doppelstunde: Das Panorama wird erstellt. Arbeit am Computer (Stitching und Composing). Hier können verschiedene Gruppen aus dem Team gebildet werden, um digitale Vorbereitungen zu treffen für die… 4. Doppelstunde: Die Interaktivitäten werden erstellt. Die in der letzten Doppelstunde erarbeiteten Ergebnisse werden zu einem sichtbaren Ganzen zusammengefügt. Das Panoramabild ist Interaktionsstufe 1. In weiteren Interaktionsstufen können weitere Ideen umgesetzt werden (Bilddetails werden bewegt, Sound/Kommentare werden eingefügt, Text wird eingeblendet, zusätzliche Bilder erscheinen usw.) 5. Doppelstunde: Finishing und Präsentation. Da die 4. Doppelstunde nicht wirklich ausreicht, um alle Ideen zu realisieren, kann hier nachgearbeitet werden mit dem Ziel, heute ein fertiges Ergebnis zu erstellen (Testing und Bugfixing inklusive). 
Schön wäre es, wenn das Ende dieser Stunde zu einem Termin stattfindet, an dem das Ergebnis einer Öffentlichkeit (vor anderen Schülern) präsentiert wird. Präsentieren macht nicht nur stolz auf die geleistete Arbeit, sondern ist heutzutage ein wichtiges Mittel der Kommunikation. Generell wäre es von Vorteil, wenn zwischen den Doppelstunden ein paar Tage liegen, damit sich die Inhalte in den Köpfen setzen können. Gerade nach der 1. Stunde wäre etwas Zeit zum Nachdenken über die Konzeption (oder Story) hilfreich. Hier könnten die Teilnehmer in der Freizeit noch etwas „nachgären“.


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