Schwab, Hedwig

Schwab, Hedwig

  • Theater

Goebelstraße 21
64293 Darmstadt
Tel.: 0163/7160166
Email an Hedwig Schwab senden
Web: http://www.theater-lakritz.com/

Projektbeteiligungen: 7

Hedwig Schwab

Person:

 In meiner Kindheit war das Erzählen von Geschichten ein wichtiger Mittelpunkt in unserer Familie. Dieses Erzählen regte meine Phantasie an, selbst Geschichten zu erzählen, andere in meine Geschichten mit zunehmen.

Als kleines Mädchen begrüßte ich den Sommeranfang mit einer Brezel, die an einem großen Stock befestigt war, damit lief ich dann die Straße auf und ab und sang ein dazu gehöriges Sommertagslied, (ein pfälzischer Brauch.) In der Grundschule spielte ich den 3. Hirten beim Krippenspiel. Im Englisch-Unterricht kam Darstellendes Spiel dazu und mein Interesse, die Szenen selbst mitzuinszenieren.

Das waren meine ersten Schritte zur Bühne und zum Schauspiel. Das Gespür, dass ich auf und hinter der Bühne etwas zu sagen habe, hat mich all die Jahre begleitet und spiegelt sich in meiner schauspielerischen und theaterpädagogischen Arbeit wieder.

Arbeit und Stil:

Wir - d.i. Theater Lakritz - versuchen in unseren Projekten mit Kindern, ihnen der Raum zu geben, den sie brauchen und der im Rahmen der Arbeit möglich ist. Entscheidend ist für uns immer, dass das jeweilige „Ensemble“, das wir vorfinden, unsere Arbeit mit beeinflussen kann und soll. Es ist nicht unser Interesse, den Kindern etwas „überzustülpen“ oder mit dem „erhobenen Zeigefinger“ zu inszenieren.

Mit geht es darum, auf der Bühne fremde Welten aufzubauen. Das Publikum auf meiner Reise mit zunehmen. Es zu irritieren und zu amüsieren. Grenzen zu überschreiten, die lauten und leisen Töne miteinander zu verbinden. Das Publikum zu verzaubern, aber auch zu provozieren und Gegensätze aufzuzeigen.

Seit über 15 Jahren besteht Theater Lakritz und produziert unterschiedliche Theaterstücke. Den Anfang machten wir mit dem Erzählmärchen „Der Schneider und Riese“, das immer noch eine Perle unseres Stücke-Angebotes ist.

Konzept:

Theater ist immer auch ein Auseinandersetzen mit sich selbst. Wenn auf der Bühne, Gefühle, Emotionen erlebt werden, so geschieht das immer in einer Art „Schlaglicht“. Wir sehen einen Ausschnitt aus dem Leben der Figuren; erleben einige Situationen – aber wir folgen selten einer Figur von der Geburt bis zum Tod, und wenn doch, so in einem Zeitraffer.

Um das darstellen zu können, müssen die DarstellerInnen sich über ihre Gefühle, Bewegungen und deren Auswirkung auf sich und andere bewusst werden. Jedesmal ist dies ein „Trip“ in sich selbst, um dann wieder mit klareren Empfindungen zurückzukehren. In einer Ensemble-Arbeit bedeutet das, sich und anderen Raum zu geben, mit Stärken und Schwächen umgehen zu lernen und den Mut zu besitzen, die Erfahrungen in einem organisierten Rahmen zu veröffentlichen. Wenn dies mit Mut und Selbstbewusstsein geschieht und entsprechend vom Publikum toleriert wird, ist es fast immer ein bleibendes und bestärkendes Erlebnis. Hinzu kommt der soziale Aspekt, dass nur Respekt untereinander zu solchen Ergebnissen führen kann und dass ein Ensemble immer aus dem Prinzip heraus arbeiten sollte: „Alle ziehen an einem Strang“. Diese Erfahrungen sind sicherlich für das Leben prägend.

Kunst und Schule:

Wir versuchen in mehreren Übungen einem Klassenverband oder einer Gruppe ein Gefühl für das Ensemble zu vermitteln. Auch erleben sie, dass aus einer oberflächlich betrachteten „sinnlosen oder peinlichen“ Übung eine ganz eigene Erfahrung für das Erleben von Gruppe, Gefühlen oder dem eigenen Körper werden kann. Weiterhin unterstützen wir die Kinder darin, ihren Körper als Ausdrucksmittel zu benutzen und beherrschen zu lernen. All das untermauert die textliche Ebene.

Die Lehrkräfte gehen mit uns ebenfalls einen Weg, der ihnen oftmals „seltsam“ oder „unnötig“ erscheint. Da unser Fokus auf Bewegung, Gefühl und Ensemblebildung liegt, suchen wir die Stärke der DarstellerInnen nicht alleine im Ausdruck des Textes. Unser Weg unterstützt die Energie, einen Text zu sprechen sozusagen von „innen“. Denn wer wütend ist, der spricht meist laut. Und wer geheimnisvoll sein will, wird flüstern. Die Klärung einer Situation und der inneren Einstellung dazu sind die Fundamente für den Text, den wir natürlich bei der Artikulation, der Betonung und der Klarheit ebenfalls weiter bearbeiten.


Projektbeteiligungen

Schätze vor der Haustür #2

Bei diesem schulübergreifenden, stadtteilweiten Theaterprojekt lag der Fokus darauf, die Kinder beim Schulübergang von Klasse 4 zu Klasse 5 zu begleiten und die Kinder stark zu machen für ihren nächsten schulischen Schritt.
Eberstädter Schulen, Klassenstufe: 4
08.12. - 20.03.2015

Schätze vor der Haustür

Ein schulübergreifendes stadtteilweites Theaterprojekt zur Begleitung des Schulübergangs
Eberstädter Schulen, Klassenstufe: 4
01.10. - 30.05.2014

King A - eine Ode an jedes Ritterherz

"Wenn alle etwas gemeinsam wollen - entsteht dann auch etwas Gutes?" (Zitat aus King A.). Dieses Zitat war für die Lehrerin der Goetheschule, Christiane Fröhlich, und die Künstler Hedwig Schwab und Andreas Konrad der Impuls, das Theaterstück mit den Kindern der Klasse 3c zu bearbeiten.
Goetheschule, Klassenstufe: 3
26.05. - 28.05.2014

Improvisationstheater

In diesem Seminar werden die Teilnehmer/innen an Improvisation und chorische Formen im Theater herangeführt
Bernhard-Adelung-Schule, Klassenstufe: 5
01.07. - 03.07.2013

Fun Space

Ziel des Theatertages ist es durch das Spiel miteinander in einer „fremden Welt“ einen erweiterten Blickwinkel auf sich und die Gruppe zu bekommen und sich kreativ einbringen zu können. Dadurch wird die Gruppe in ihrem Miteinander gefördert.
Bernhard-Adelung-Schule, Klassenstufe: 5
08.10. - 11.10.2012

Es klopft bei Wanja in der Nacht

Das Bilderbuch durch improvisierte Spielszenen verstehen, und lernen durch richtige Betonung den Inhalt eines Textes zu unterstreichen.
Goetheschule, Klassenstufe: 2
12.12. - 16.12.2011

Charaktere darstellen

Aufeinander eingehen, auf Signale reagieren. Typisch menschliche Eigenschaften neu erfahren und achtsam zelebrieren. Eine große Aufgabe für die 6. Klasse.
Bernhard-Adelung-Schule, Klassenstufe: 6
11.04. - 14.04.2011


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